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Vom Vorplatz aus ist die Bahnhofshalle gut über Rampen zu erreichen. Zu den Liften geht es dann entweder nach links oder rechts hinten, je nachdem, in welche Richtung man möchte. Die Türen der Aufzüge haben mit genau 90 cm die Mindestbreite für Barrierefreiheit. Auch der vorgeschriebene Wendekreis für Rollstuhlfahrer im Inneren der Kabine ist gegeben.


Einstiegshilfen benötigt

Am Bahnsteig beginnen jedoch die Probleme. Zwar kämen laut ÖBB auf der S45 hauptsächlich Niederflurfahrzeuge zum Einsatz, doch auch bei den niedrigen Zügen ist ein stufenloses Einsteigen nicht möglich. Rollstuhlfahrer brauchen eine Einstiegshilfe, die nur vom Fahrzeugführer ausgeklappt werden kann. "Wenn ich mitfahre, verursache ich Arbeit", erklärt Rollstuhlfahrer und Aktivist Pepo Meia. "Ohne Rampe brauche ich zumindest zwei Leute, die mich reinheben."

Obendrein verursacht das Ausklappen der Rampe eine Verspätung von mindestens fünf Minuten für die S-Bahn.

In manchen Zügen ist die Rampe im hinteren Teil, dann dauert die Prozedur noch länger.


Aktuell sei der Wagenbestand der ÖBB noch nicht ausreichend, um einen flächendeckenden Einsatz von barrierefreien Fahrzeugen anbieten zu können, heißt es seitens der ÖBB-Infrastruktur AG.


Bezirkszeitung (bz) Ausgabe 13/2014


Link zum Thema:

ÖBB-S45: Stellungnahme der Infrastruktur AG


ÖBB-S45: Wien-Oberdöbling: Barrierefreiheit sieht anders aus

Im vor kurzem umgebauten Bahnhof wurden, neben dem frischen Anstrich, zwei neue Aufzüge als Verbindung der Eingangs- mit der Bahnsteigs-ebene gebaut.

DÖBLING: BZ-Lokalaugenschein bei der S-Bahnstation Oberdöbling.