BMIN - Behinderte Menschen INklusiv
 
 

Das Jörgerbad (Außenbecken im Sommer) befindet sich in der Jörgerstrasse 22-24, 1170 Wien;

Öffis: U-Bahn U6 Station Alserstrasse - Strassenbahnlinie 43 / Station Palffygasse.

Anm.BMIN.Red.: Wir distanzieren uns von den teilweisen migrationsfeindlichen Formulierungen auf der Wien Konkret-Bäder Webseite.


Zum 100-jährigen Jubiläum eröffneten Stadtrat Christian Oxonitsch, Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer und der Leiter der Wiener Bäder (MA 44), Hubert Teubenbacher, die Feierlichkeiten.

Das Jörgerbad in Wien-Hernals nahm am 22. Mai 1914 als “Kaiser-Franz-Joseph-Bad” seinen Betrieb auf. Mit seinen hundert Jahren ist es das älteste noch in Betrieb befindliche Hallenbad Wiens. Das Bad erfreute sich sofort größter Beliebtheit. Neben Schwimmhalle und Dampfbad wurden auch Wannenbäder 1. und 2. Klasse sowie ein “Luft- und Sonnenbad” eröffnet. Neuartig war das verschiebbare Glasdach.


Das Jörgerbad ist neben dem Amalienbad eines der stilvollsten und prägnantesten Hallenbäder Wiens.


Im Gemeinderatsbeschluss vom 9. November 1886 wurde prinzipiell beschlossen, in allen Bezirken Wiens Volksbäder zu errichten. Während zunächst dem Schwimmen der breiten Bevölkerung keine Bedeutung beigemessen wurde, beschloss der Wiener Gemeinderat 1912 die Errichtung des ersten städtischen Hallenbades. Sowohl optisch im Jugendstil als auch technisch mit der Anwendung von Stahlbeton unterschied es sich von den damaligen privaten Hallenbädern. Weiter flossen modernste technische, hygienische und medizinische Erkenntnisse in die Errichtung des Bades ein. Erstmals wurde auch ein Kinderbecken errichtet.


Nach Ende des ersten Weltkrieges und dem Zerfall der Monarchie wurde das Bad nach vielen Diskussionen in “Jörgerbad”, der sich aus der gleichnamigen Strasse ableitete, umbenannt.


1968 bis 1978 wurde es modernisiert und generalsaniert und an die Fernwärme angeschlossen. Unter Einbeziehung eines Teiles des Pezzlparks mit dem dortigen Kinderfreibad wurde es zum “Hernalser Badezentrum” erweitert.


Im Zuge der Neueröffnung am 22. Mai 2014 wurden auch Adaptierungen für mobilitätseingeschränkte Personen - auch für „Rollis“ - durchgeführt.

Eine Gehsteiganhebung damit man in den Eingangsbereich kommt, ein Schrägaufzug/Treffenlift, der jedoch ohne fremde Hilfe nicht bedienbar ist, aber auch eine kleine (provisorische) Kabine wurde für diese Bevölkerungsgruppe in der Schwimmhalle errichtet.

Ins Schwimmbecken können „Rollis“ noch nicht. Wird jedoch nachgerüstet, wie man mir versicherte.

Generell ist zu kritisieren, dass keine betroffenen Fachleute bei Umbauten, Nachrüstungen, Rollstuhlanschaffungen etc. in die Entscheidungsfindungen eingebunden werden.

Sommerbecken und „Rutsche“ vom Jörgerbad:

Die 100-Jahrfeier des Jörgerbades, nahm ich zum Anlass im Zuge der BMIN-Artikelserie „Wie barrierefrei sind die Wiener Hallenbäder?“ Sensibilisierungsgespräche zu führen.

Die Interviews mit Stadtrat Christian Oxonitsch, der Bezirksvorsteherin von Hernals Dr. Ilse Pfeffer, dem ehemaligen Betriebsleiter der MA44 - Wiener Bäder DI Werner Schuster und dem derzeitigen Betriebsleiter der MA44 - Wiener Bäder DI Hubert Teubenbacher kann man sich kostenlos anhören und stehen auch einzeln zum Download zur Verfügung: 100 Jahre Jörgerbad: Wie barrierefrei sind die Wiener Hallenbäder?

Der komplette Sendebeitrag:                                  

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