BMIN - Behinderte Menschen INklusiv
 
 

Wie uns der BMIN-Aktivist und Schriftsteller Dr. Erwin Riess berichtet hat, ist der Behindertenparkplatz Ecke 1010 Wien, Himmelpfortgasse/ Rauhensteingasse (siehe Fotos) in einen Anrainer-Parkplatz umdeklariert worden, den nun auch Besitzer eines Parkpickerls für die Innere Stadt benutzen dürfen.

Auch andere Behindertenparkplätze im 1. Wiener Gemeindebezirk sollen so mit diesen neuen Verkehrszeichen (wie auf dem Foto oben ersichtlich) auch für Anrainer zugänglich gemacht worden sein. Wenn dem tatsächlich so ist, stellt dies eine wesentliche Verschlechterung der Parkplatzsituation für behinderte Menschen in Wien dar.

Laut Auskunft von Mitarbeitern der Bezirksvorstehung Innere Stadt gibt es an die 1680 Stellplätze für Anrainer des 1. Bezirks, wobei die Halteverbotstafeln nun mit einem Rollstuhlzeichen versehen wurden. Dies ist lobenswert, jedoch Menschen mit Behinderung, die einen 29b-Ausweis hatten, konnten ohnedies vorher solche Parkplätze nutzen.

Ing. Wolfgang Steiner von der MA 46, der telefonisch mit der Aussage von Riess konfrontiert wurde hat versichert, dass keine Behindertenparkplätze umdeklariert wurden und der oben angeführte Parkplatz vorher eine Ladezone war. (Anm. BMIN-Red.: Wie auch andere Aktivisten berichtet haben, war jene Stelle über viele Jahre ein „Behindertenparkplatz“, ehe er in eine Ladezone umgewidmet und nun neuerlich umgewidmet wurde).