BMIN - Behinderte Menschen in Not
 
 

Weg zu schmal

Beim Lokalaugenschein mit Rollstuhlfahrerin Gabriela Obermeier bei den Toiletten nahe der Floridsdorfer Brücke zeigt sich jedoch ein anderes Bild, denn für Rollstuhlfahrer ist es ein Ding der Unmöglichkeit, dort aufs Klo zu gehen. Ein schmaler, asphaltierter Weg führt rund um das achteckige Minigebäude zu der Klotür. Daneben sind zur Deko Schotter und Steine aufgeschüttet. Das ist zwar hübsch anzusehen, für Rollstuhlfahrer aber ein Ärgernis. Der verbleibende Weg ist gerade einmal so breit, dass sich ein Rollstuhl mit Müh und Not darauf ausgeht. Mitten im Weg steht noch dazu ein Trinkbrunnen, den Obermeier nur mit Hilfe ihres Assistenten „umschiffen“ kann. „Bis man endlich bei der Tür angekommen ist, ist es schon längst zu spät“, urteilt Obermeier.


Stufe vor WC

Dort angekommen, sieht es ohnehin nicht viel besser aus: Eine Stufe ist Obermeier im Weg und sie kann nicht in die Toilette hineinrollen.

„Wir fordern eine Nachrüstung von behindertengerechten WC-Anlagen neben den vorhandenen Sanitäranlagen“, so Pepo Meia von „Behinderte Menschen in Not“. Ob das allerdings umgesetzt wird, ist fraglich: Das zuständige Stadtratbüro von Ulli Sima verweist auf bz-Anfrage lediglich auf die bestehenden behindertengerechten Toilettenanlagen (insgesamt 9) auf der Donauinsel.


Anm. Red.: Laut Wiener Bauordnung müssen die WC-Anlagen

behindertengerecht nachgerüstet werden.

Neues Design: Die Steine

rund um das WC-Häuschen

sind ein Hindernis

Für Gabriela Obermeier ist die 12 cm Stufe vor dem Klo eine Schikane

Station Floridsdorfer Brücke Linie 31:

Anm. Red.: Man kommt als „Rolli“ nicht auf einen Gehsteig. Beide Gehsteige auf der Floridsdorfer Brücke auf dem Weg zum neuen Behinderten-WC auf der Donauinsel sind ca. 17 cm hoch. (Gehsteigabsenkungen dürfen max. 3. cm betragen)...


Onlineartikel:

BEZIRKSZEITUNG Floridsdorf 25/2013 - Seite 16+17


BMIN-Artikel zum Thema:

13 neue WC-Anlagen auf der Donauinsel: Aber fast keines ist behindertentauglich